Kreative Begleitung am Lebensende

Ein Raum für das,
was ungesagt ist.

Wenn das Leben leiser wird, beginnt die Seele oft deutlicher zu sprechen.

Ursula Erbacher

Sie spüren, dass da noch etwas ist


Über vieles wird geredet, über das eine nicht. Im Hintergrund geht eine Zeit zu Ende.

Sie sitzen am Krankenbett und halten eine Hand. Nach zehn Minuten ist das Wetter durchgesprochen und es wird still. Dabei wäre so viel zu sagen.

Was sich zeigen möchte


  • Ein „Es tut mir leid“, das seit Jahren fehlt.
  • Eine Bitte um Verzeihung.
  • Ein Geheimnis, das nie ausgesprochen wurde.
  • Eine Sorge oder eine Angst, die schwer wiegt.
  • Etwas Unerledigtes, das noch geordnet werden möchte.
  • Ein Wort des Dankes oder ein Segen für die, die zurückbleiben.

Dafür ist der Weg über Farbe und Papier offen. Es geht um Wahrnehmung. Oder um einen Brief, der vielleicht längst geschrieben werden wollte.

Oft entsteht dabei ein Stück innere Ruhe. Und manchmal etwas, das bleibt.

Für wen

Für den Menschen, der geht

Für alle, die noch etwas sagen, klären oder in Ruhe abschließen möchten, auch dann, wenn die Worte dafür schwer zu finden sind.

Für die, die neben ihm sitzen

Angehörige und Nahestehende, die begleiten und dabei selbst gehalten werden dürfen. Auch für Sie darf etwas offen sein.

Wir treffen uns online, überall dort, wo er gerade ist.

Was jetzt noch möglich ist


Wo Worte verstummen, sprechen Herz und Seele weiter. Farbe und Papier öffnen dafür eine Tür.

Solange ein Mensch wahrnimmt, ist etwas möglich. Er muss nichts erklären und nichts erinnern. Die Hand weiß oft schon, was zu tun ist, bevor der Kopf eine Formulierung findet.

In jedem Leben liegt die Möglichkeit, in Frieden zu enden.

Wir sprechen über Farben und Formen. Über innere Landschaften und über die Stimmung, die darin liegt. Daraus flechten wir weitere Gedanken und Bilder, die stärken.

Wie ich begleite

Drei Wege für das,
was keine Worte findet

Erster Weg

Der Körper — wo es beginnt

Was verschwiegen wird, meldet sich zuerst im Körper. Es sitzt im Atem und in der Kehle. Manchmal in den Händen oder rund ums Herz. Hier setzt die Arbeit an, im Spüren dessen, was noch da ist.

Zweiter Weg

Die Farbe — wo es Gestalt annimmt

Was für die Sprache zu schwer ist, findet in der Farbe eine Form. Gemalt wird, bevor etwas einen Namen braucht. Können spielt dabei keine Rolle.

Dritter Weg

Das Wort — wo es ankommt

Wenn die Zeit reif ist, findet das Wort seinen Weg. Ein Brief oder eine kurze Botschaft. Manchmal ein einziger Satz für einen bestimmten Menschen.

Wie das praktisch aussieht


Ein Blatt Papier und ein paar Farben genügen. Für die Verbindung reicht ein Mobiltelefon.

Möchte Ihr Angehöriger selbst zum Stift greifen, machen wir das gemeinsam. So weit die Kräfte reichen und so viel, wie an diesem Tag möglich ist.

Die Einheiten sind kurz und sanft. Ihre Dauer richtet sich nach dem Tag.

Wir treffen uns online, dort wo er gerade ist. Zuhause oder in einem Pflegezimmer. Der Ort spielt keine Rolle.

Ihre Rolle dabei


Sie müssen nichts leisten und nichts richtig machen. Malen können müssen Sie auch nicht.

Sie richten das Mobiltelefon ein und sind einfach da, so wie es für Ihren geliebten Menschen stimmig ist.

Gerade weil die Technik für einen geschwächten Menschen oft eine Hürde ist, wird durch Ihre Nähe möglich, was sonst schwer wäre. Sie sind die vertraute Präsenz, die Sicherheit gibt.

Manchmal findet in diesem gemeinsamen Moment etwas seinen Weg, das lange zwischen Ihnen beiden geschwiegen hat. Dabei zu sein, wenn ein Mensch zeigt, was ihn bewegt, kann auch für Sie ein kostbarer und tröstlicher Augenblick sein.

Ursula Erbacher

Ursula Erbacher

Wer Sie begleitet


Mehr als fünfzig Jahre begleite ich Menschen durch die Übergänge des Lebens.

Als Krankenschwester habe ich begonnen und seit 1981 arbeite ich freiberuflich mit Menschen in Krankheit und an ihren Wendepunkten.

An vielen Schwellen bin ich an ihrer Seite gewesen. In Krankheit, bei Schmerzen und Ängsten, in Krisen und Wendepunkten, beim Gesundwerden, beim Loslassen und beim Abschiednehmen.

Später kam die Ausbildung beim Wünschewagen des ASB Frankfurt dazu. Das intuitive Malen und die langjährige, engmaschige Arbeit mit einem gehörlosen autistischen Menschen haben mir gezeigt, wie viel sich sagen lässt, ohne dass es je ein Wort dafür gab.

All diese Erfahrungen sind der Kern meiner Arbeit.

So hat sich der Kreis geschlossen. Alles, was ich gelernt habe als Krankenschwester, als Künstlerin, als Begleiterin, führte zu der einen Frage, die am Ende oft die wichtigste ist:

Was ist noch offen — und was möchte gesagt werden?

Daraus ist mein Raum für das Ungesagte am Ende des Lebens entstanden.

Wenn Sie zögern


„Der Mensch, um den es geht, hat noch nie gemalt.“

Es geht um Wahrnehmung. Eine Hand, die eine Farbe über das Papier zieht, genügt.

„Ist das eine spirituelle Geschichte?“

Mein Rahmen ist Würde und Respekt. Ich arbeite bodenständig, mit fünfzig Jahren Erfahrung am Krankenbett.

„Und wenn die Kraft nicht reicht?“

Wir besprechen, was möglich ist, wenn die Kräfte da sind. An manchen Tagen ist das ein einziger Strich auf dem Papier.

„Ich weiß nicht, ob ich das aushalte.“

Dann fangen wir klein an. Vielleicht mit einem Brief, der nie geschrieben wurde. Das Tempo bestimmen Sie.

Der Rahmen


Meist gelingt eine Begleitung über zwei Wochen, mit täglichen oder zweitägigen Impulsen. Wie das genau aussieht, besprechen wir im ersten Gespräch.

Das erste Gespräch beginnt ruhig. Ohne Druck und ohne Erwartung, ergebnisoffen. Sie erzählen, wie die Lage gerade ist. Danach schauen wir gemeinsam, ob und wie ein Anfang möglich ist.

Schreiben Sie mir eine kurze Nachricht. Ein Satz genügt.

Kostenloses Gespräch anfragen erbacher@medizinart.de